• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • DRSC-Studie zeigt Lücken bei Nachhaltigkeitsangaben

03.07.2026

Viele große börsennotierte Unternehmen berichten zwar bereits über erwartete finanzielle Effekte aus Nachhaltigkeitsthemen. Doch die Angaben sind häufig uneinheitlich, schwer vergleichbar und lassen wichtige Informationen vermissen.

Beitrag mit Bild

saiarlawka/123rf.com

Das DRSC hat seine englischsprachige Studie „Reporting on Anticipated Financial Effects“ veröffentlicht. Diese soll zur aktuellen Diskussion über die Berichterstattung zu erwarteten finanziellen Effekten (Anticipated Financial Effects, AFE) beitragen. Die Studie analysiert 100 Nachhaltigkeitsberichte der jeweils 20 größten börsennotierten Unternehmen im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, in Frankreich, Spanien und der Türkei. Fast die Hälfte der Unternehmen berichtet über AFE, wobei etwa ein Viertel sowohl quantitative als auch qualitative Informationen bereitstellt.

AFE-Angaben bleiben uneinheitlich

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Berichtsstandards noch nicht vollständige Klarheit herstellen, welche AFE-Angaben von Unternehmen tatsächlich zu machen sind. Die AFE-Angaben sind heterogen und daher häufig nicht vergleichbar. In einigen Fällen werden AFE nicht konsistent von aktuellen finanziellen Effekten oder von anderen Effekten abgegrenzt.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass wichtige Informationen in den AFE-Angaben häufig nicht enthalten sind. Diese wären jedoch für ein vollständiges Verständnis der Angaben erforderlich. Dies könnte darauf hindeuten, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben zu bestimmen, welche Informationen für eine aussagekräftige AFE-Berichterstattung notwendig sind.

Berichtsstandards schaffen noch keine klare Linie

Das DRSC ermutigt die Standardsetzer, den Austausch mit den Stakeholdern, insbesondere mit Erstellern und Nutzern von Nachhaltigkeitsinformationen, weiter zu intensivieren, um aktuelle Hindernisse in der Berichterstattung zu identifizieren, die zu den Ergebnissen der Studie beigetragen haben könnten.


DRSC vom 29.06.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Meldung

©stockwerkfotodesign/123rf.com

08.10.2026

Deutsche Börsenunternehmen richten ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung immer stärker an den europäischen ESRS aus, obwohl die CSRD 2025 in Deutschland noch nicht umgesetzt war. Zugleich werden die Berichte kürzer und fokussierter, während Prüfung und ergänzende ESG-Informationen weiter an Bedeutung gewinnen.

weiterlesen
Wie Unternehmen im zweiten Jahr nach ESRS berichten

Meldung

©adiruch/fotolia.com

08.10.2026

Mit dem IESBA Code 2026 werden die internationalen Ethik- und Unabhängigkeitsstandards erneut umfassend aktualisiert. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Nutzung externer Sachverständiger sowie neue Anforderungen rund um Nachhaltigkeitsberichterstattung und Nachhaltigkeitsprüfungen. Darüber informiert die WPK.

weiterlesen
Nachhaltigkeitsprüfungen: IESBA schafft neue Ethikstandards

Meldung

saiarlawka/123rf.com

29.09.2026

Beim Public Country-by-Country Reporting kommt es nicht nur auf die richtigen Steuerdaten an, sondern auch auf deren digitale Aufbereitung. Die EU-Kommission hat nun ihren Report-Generator aktualisiert, der Unternehmen bei der Erstellung der vorgeschriebenen Berichte im XHTML-/iXBRL-Format unterstützt.

weiterlesen
EU-Kommission aktualisiert Tool für öffentliches Country-by-Country Reporting

Meldung

saiarlawka/123rf.com

23.09.2026

Der Boom von KI und Cloud-Diensten lässt den Strombedarf von Rechenzentren stark steigen. Die EU-Kommission reagiert darauf mit einem neuen Bewertungssystem. Künftig soll sichtbar werden, wie effizient und nachhaltig Rechenzentren arbeiten. Dabei geht es nicht nur um Transparenz – die EU bereitet bereits Mindeststandards vor.

weiterlesen
EU führt Nachhaltigkeits-Rating für Rechenzentren ein
Titelseite Der Aufsichtsrat - Cover und Tablet

Haben wir Ihr Interesse für Der Aufsichtsrat geweckt?

Sichern Sie sich das Der Aufsichtsrat Gratis Paket: 1 Ausgabe + 1 Monat Testzugang zum Beratermodul Der Aufsichtsrat kostenlos.