• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Reporting-Kompass für freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Messewirtschaft

09.09.2026

Auch Unternehmen ohne gesetzliche CSRD-Berichtspflicht werden künftig häufiger Nachhaltigkeitsdaten liefern müssen. Ein neuer Branchenleitfaden für die Messe- und Veranstaltungswirtschaft zeigt, wie sich der freiwillige EU-Reportingstandard praxisnah umsetzen lässt und warum das Thema auch für andere KMU relevant ist.

Beitrag mit Bild

©faithie/123rf.com

Mit dem am 25.08.2026 veröffentlichten „Reporting-Kompass“ wollen der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA und die Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft fwd: Unternehmen den Einstieg in die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung erleichtern. Der Leitfaden überträgt den von der EU-Kommission am 03.07.2026 angenommenen freiwilligen Reportingstandard auf die Besonderheiten der Messe- und Veranstaltungswirtschaft. Der EU-Standard befindet sich derzeit noch im vorgesehenen Prüfverfahren durch Parlament und Rat.

Freiwilliges Reporting gewinnt an Bedeutung

Der Kompass richtet sich vor allem an Unternehmen, die künftig nicht unter die gesetzliche Berichtspflicht der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen. Er gibt Hinweise zur systematischen Datenerhebung und behandelt unter anderem Unternehmensstrategie sowie Umwelt- und Sozialthemen. Berücksichtigt werden dabei verschiedene Akteure der Wertschöpfungskette, von Messegesellschaften und Agenturen bis zu Logistik- und Cateringunternehmen.

Auch branchenübergreifen vom Interesse

Die Veröffentlichung zeigt eine Entwicklung, die über die Veranstaltungsbranche hinausreicht. Mit der Verkleinerung des CSRD-Anwendungsbereichs sinkt zwar die Zahl der unmittelbar berichtspflichtigen Unternehmen. Der Bedarf an vergleichbaren Nachhaltigkeitsdaten bleibt jedoch bestehen: Kunden, Banken, Geschäftspartner und größere Unternehmen können weiterhin entsprechende Informationen verlangen.

Genau hier setzt der neue freiwillige EU-Standard an. Er soll insbesondere kleineren Unternehmen außerhalb der CSRD einen einheitlichen Rahmen geben und zugleich begrenzen, welche Nachhaltigkeitsinformationen berichtspflichtige Unternehmen von kleineren Partnern in ihrer Wertschöpfungskette verlangen dürfen.

Fazit

Branchenspezifische Umsetzungshilfen wie der Reporting-Kompass könnten deshalb künftig an Bedeutung gewinnen. Sie übersetzen abstrakte europäische Vorgaben in konkrete Prozesse, Kennzahlen und Datenanforderungen für die Unternehmenspraxis.


AUMA vom 25.08.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

Weitere Meldungen


Meldung

©stockwerkfotodesign/123rf.com

08.10.2026

Deutsche Börsenunternehmen richten ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung immer stärker an den europäischen ESRS aus, obwohl die CSRD 2025 in Deutschland noch nicht umgesetzt war. Zugleich werden die Berichte kürzer und fokussierter, während Prüfung und ergänzende ESG-Informationen weiter an Bedeutung gewinnen.

weiterlesen
Wie Unternehmen im zweiten Jahr nach ESRS berichten

Meldung

©adiruch/fotolia.com

08.10.2026

Mit dem IESBA Code 2026 werden die internationalen Ethik- und Unabhängigkeitsstandards erneut umfassend aktualisiert. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Nutzung externer Sachverständiger sowie neue Anforderungen rund um Nachhaltigkeitsberichterstattung und Nachhaltigkeitsprüfungen. Darüber informiert die WPK.

weiterlesen
Nachhaltigkeitsprüfungen: IESBA schafft neue Ethikstandards

Meldung

saiarlawka/123rf.com

29.09.2026

Beim Public Country-by-Country Reporting kommt es nicht nur auf die richtigen Steuerdaten an, sondern auch auf deren digitale Aufbereitung. Die EU-Kommission hat nun ihren Report-Generator aktualisiert, der Unternehmen bei der Erstellung der vorgeschriebenen Berichte im XHTML-/iXBRL-Format unterstützt.

weiterlesen
EU-Kommission aktualisiert Tool für öffentliches Country-by-Country Reporting

Meldung

saiarlawka/123rf.com

23.09.2026

Der Boom von KI und Cloud-Diensten lässt den Strombedarf von Rechenzentren stark steigen. Die EU-Kommission reagiert darauf mit einem neuen Bewertungssystem. Künftig soll sichtbar werden, wie effizient und nachhaltig Rechenzentren arbeiten. Dabei geht es nicht nur um Transparenz – die EU bereitet bereits Mindeststandards vor.

weiterlesen
EU führt Nachhaltigkeits-Rating für Rechenzentren ein
Titelseite Der Aufsichtsrat - Cover und Tablet

Haben wir Ihr Interesse für Der Aufsichtsrat geweckt?

Sichern Sie sich das Der Aufsichtsrat Gratis Paket: 1 Ausgabe + 1 Monat Testzugang zum Beratermodul Der Aufsichtsrat kostenlos.