11.05.2026

Deutschland bleibt für internationale Konzerne ein wichtiger Markt, doch die Attraktivität des Standorts steht spürbar unter Druck.

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Wie attraktiv ist Deutschland aus Sicht internationaler Investoren im Jahr 2026? Und welche Faktoren entscheiden darüber, ob Investitionen gehalten, ausgeweitet oder verlagert werden? Die aktuelle Studie „Business Destination Germany 2026“ von KPMG liefert klare Antworten. Basis der Studie ist eine Befragung von 400 CFOs der größten deutschen Tochtergesellschaften internationaler Konzerne.

Fünf Kernerkenntnisse im Überblick

  1. Trotz anhaltender Bedeutung als Schlüsselstandort rutscht Deutschland im EU‑Vergleich weiter ab: Der KPMG‑Standortindex fällt bereits seit Auftakt der Studienreihe in 2017 auf jetzt nur noch knapp über dem EU‑Durchschnitt.
  2. Überbordende Bürokratie, hohe Energiekosten sowie Defizite bei digitaler und physischer Infrastruktur zählen zu den größten Investitionshemmnissen.
  3. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) bewertet die wirtschaftliche Lage ihrer deutschen Tochtergesellschaften als „schlecht“ oder „sehr schlecht“; nahezu drei Mal so viele wie 2023; aber: 48 % erwarten auf Fünfjahressicht eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage in Deutschland.
  4. Fast jedes vierte Unternehmen plant, seine Investitionen in Deutschland zu reduzieren; zugleich wollen 31 % weiterhin investieren.
  5. Trotz der kritischen Lage attestieren viele CFOs dem Standort ein starkes Fundament: Marktgröße, Innovationskraft, öffentliche Sicherheit, politische Stabilität und Transformationschancen bieten Potenzial für ein Comeback.

(KPMG vom 04.05.2026 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)

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